• Lucas Siebeking

Was ist das Universal Design

Warum ist universelles Design wichtig? Denn die Gestaltung von Produkten, Prozessen, Räumen und Angeboten kann viele Menschen ausschließen. Fast 10 % der Deutschen haben schwere körperliche oder psychische Störungen. Dies ist nur einer von vielen Gründen, warum Menschen unterschiedliche Anforderungen an die Verwendung von Produkten haben. Universal Design ist ein Weg, diese Herausforderung zu lösen. Aber was genau ist „Universal Design“?


Was ist Universaldesign?


Jedes Produkt soll möglichst einfach zu bedienen und für möglichst viele Menschen zugänglich sein. Das ist einerseits eine klischeehafte Entdeckung, andererseits ist es nicht üblich, Produkte nach diesem Prinzip zu gestalten.


Designer gingen in ihrer Arbeit von einem normalen Konzept aus, das ihrer eigenen Lebensrealität und ihren eigenen Erfahrungen entspricht. Dabei bestimmen sie die Fähigkeit einer Person, das Produkt zu nutzen und Zugang zu kulturellen und sozialen Prozessen zu haben.


Dies schließt unbewusst und unbewusst Menschen aus, die unter normalen Umständen völlig anders aussehen, weil sie in Bezug auf Alter, Sprache, Geschlecht, Bildungsniveau, Wahrnehmung, Leistung, Gesundheit, Behinderung, Interesse und/oder andere Aspekte mit dem Schöpfer verwandt sind Unterschiede. Besonderheit.

Andererseits verwendet Universal Design allgemeine Richtlinien: Das Design sollte so viele Menschen wie möglich einbeziehen.



Die Schaffung von universellem Design

Der Ursprung des Universal Designs liegt in den USA in den 1950er Jahren. Während dieser Zeit gab es viele Veteranen des Zweiten Weltkriegs mit körperlichen Defekten. Damit sie möglichst ungehindert am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, sucht die Gestaltung öffentlicher Gebäude, Produkte und Dienstleistungen nach neuen Prinzipien.

Der Begriff Universal Design wurde schließlich in den 1980er Jahren von einer Gruppe von Designern, Architekten und Wissenschaftlern um Ronald L. Mace geprägt, die das Universal Design Center an der North Carolina State University gründeten. Aus einzelnen Methoden entsteht ein einheitliches, vollständiges und breit anwendbares Konzept.


Universelle Designprinzipien

Sieben Prinzipien beschreiben die grundlegenden Anforderungen des Universal Designs für jeden Designprozess. Genauere Empfehlungen und Leitlinien fallen unter diese Grundsätze. Diese Grundsätze sind nicht als klare Regeln zu verstehen. Vielmehr bilden sie eine Grundlage für Entscheidungen zur Überprüfung des Designprozesses.


Prinzip 1: Breite Verfügbarkeit Das Design kann von Menschen mit einer Vielzahl von Fähigkeiten und Fertigkeiten verwendet werden. Alle Benutzer sollten die gleichen oder ähnliche Nutzungsoptionen haben. Es dürfen keine Benutzergruppen ausgeschlossen oder herabgesetzt werden. Sicherheit und Datenschutz sollten für alle Benutzer gleichermaßen gewährleistet sein. Das Design soll alle Nutzergruppen ansprechen.


Prinzip 2:

Flexibler Einsatz Das Design sollte möglichst unterschiedliche Vorlieben und Interessen ansprechen. Persönliche Optionen sollten angeboten werden. Linkshänder und Rechtshänder sollten gleich behandelt werden. Jeder Benutzer sollte in der Lage sein, das Produkt genau und genau zu bedienen. Jeder Benutzer sollte in der Lage sein, das Produkt in seinem eigenen Tempo zu verwenden.


Prinzip 3:

Einfache und intuitive Bedienung Das Design ist leicht verständlich, unabhängig von Vorkenntnissen, Erfahrungen, Sprachniveau, Konzentration und anderen Anforderungen. Vermeiden Sie unnötige Komplexität. Das Produkt sollte den Erwartungen und der Intuition des Benutzers entsprechen. Menschen aller intellektuellen Fähigkeiten und Bildungsniveaus sollten die Möglichkeit haben, sie zu besuchen. Informationen sollten nach ihrer Bedeutung geordnet werden. Während und nach der Aktion soll das Produkt den Nutzern wirkungsvolle Begleitbotschaften und Feedback geben.


Prinzip 4:

Die Sinne können Informationen wahrnehmen Das Design ermöglicht es dem Benutzer, unabhängig von seiner Wahrnehmungsfähigkeit und Umgebungsbedingungen Informationen zu erhalten. Basisinformationen sollten redundant in verschiedenen Modi (Bild, Text, Sprachausgabe etc.) bereitgestellt werden. Es sollte ein klarer Kontrast zwischen den grundlegenden Informationen und dem Hintergrund bestehen. Die Lesbarkeit grundlegender Informationen sollte maximiert werden. Die Items sollten sich klar und leicht zu beschreiben unterscheiden. Das Design ist so konzipiert, dass es mit Technologien kompatibel ist, die von Menschen mit sensorischen Beeinträchtigungen verwendet werden können.


Prinzip 5:

Fehlertoleranz Das Design minimiert die Folgen und Risiken von zufälligen und unbeabsichtigten Aktionen so weit wie möglich. Die Anordnung der Elemente soll Risiken und Fehler reduzieren. Die wichtigsten Elemente sollten leicht zugänglich sein. Risikobehaftete Elemente sollten ausgeschlossen, isoliert oder besonders geschützt werden. Beim Auftreten von Fehlern und Risiken sollten Warnungen ausgegeben werden. Es werden ausfallsichere und Backup-Funktionen bereitgestellt. Bei Aufgaben, die Aufmerksamkeit erfordern, sollte der Benutzer an unbewussten Handlungen gehindert werden.


Prinzip 6:

Geringe körperliche Anforderungen Das Design ermöglicht eine Nutzung mit minimaler körperlicher Anstrengung. Der Benutzer sollte eine neutrale Körperhaltung einnehmen. Die Anwendung von Gewalt sollte in einem angemessenen Rahmen erfolgen. Wiederholte Operationen sollten minimiert werden. Dauerermüdung sollte minimiert werden.


Prinzip 7:

Nutzung und Zugriff auf Größe und Platz Unabhängig von Körperform, Haltung und Mobilität des Benutzers sollte das Design eine geeignete Größe und ausreichend Platz für Zugang, Zugänglichkeit, Bedienung und Nutzung bieten. Für stehende und sitzende Benutzer sollten wichtige Elemente eine klare Sichtlinie haben. Sowohl stehende als auch sitzende Benutzer sollten Zugang zu allen Komponenten haben. Das Design sollte sich an unterschiedliche Hand- und Griffgrößen anpassen. Es sollte genügend Platz für Hilfsgeräte und persönliche Assistenz vorhanden sein.


Best Practices: Beispiele für Universal Design im digitalen und analogen Raum


Auch wenn noch viel zu tun ist, haben sich die Prinzipien des Universal Designs vielerorts widergespiegelt: von der Gestaltung des öffentlichen Raums über physische Produkte, Prozesse und Dienstleistungen bis hin zu Websites, Programmen, Anwendungen und anderen digitalen Produkten. Farbe und Kontrast im Webdesign Einige Trends im Webdesign neigen eher dazu, Hindernisse zu schaffen als sie zu reduzieren: Dies können grundlegende Informationen in großen Überschriften und sehr kleinem Text, handgeschriebene Schriftarten oder exotische Farbkombinationen sein. Aber viele Webdesigner verwenden die Prinzipien des Universal Designs und achten darauf, dass wichtige Informationen so klar und lesbar wie möglich sind. Dazu gehören beispielsweise eine große voreingestellte Schriftgröße oder ein hoher Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund.


Flexibles Dashboard Die Anpassungsfähigkeit digitaler Tools

In vielen Bereichen kein Bonus mehr, sondern ein Muss, das Nutzer erwarten. CRM-Systeme, Reporting-Tools oder Projektmanagement-Lösungen bieten hierfür flexible Dashboards. Benutzer können den Startbildschirm nach ihren Vorlieben einstellen. Dies erhöht die Erreichbarkeit und Benutzerfreundlichkeit verschiedener Benutzergruppen.


Tutorial-Video mit Untertiteln und Text

Das digitale Informationsrepositorium ist eine wertvolle Ressource, durch die sich jeder unabhängig und frei auf vielfältige Weise Informationen beschaffen kann, solange auf die Informationen in geeigneter Weise zugegriffen wird. Einflussreiche TED-Talks liefern beispielsweise Übersetzungen und Untertitel. Damit können auch Gehörlose und Nicht-Muttersprachler relevante Inhalte nutzen.


Der Text ist leicht verständlich Viele wichtige Informationen können online abgerufen werden, aber nur durch ausreichende Praxis, Wissen und ausreichendes Bildungsniveau. Die Möglichkeit, auf eine einfache Sprachversion der Website zu wechseln, löst dieses Hindernis. In Deutschland werden durch BITV 2.0 europäische Anforderungen an barrierefreie Informationstechnologie umgesetzt. Auf dieser Grundlage werden Landes- und Kommunalinformationen kontinuierlich in verständlicheren Sprachen bereitgestellt.


Fazit

Gutes Design ist für alle da Universal Design ist nicht nur ein Versuch, Barrieren abzubauen. Die sieben Gestaltungsprinzipien können die Ablehnung weitestgehend reduzieren, um Produkte und Angebote nachhaltig zu verbessern. Universal Design wird so zum Leitfaden für gutes und nachhaltiges Design in allen Bereichen.



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