Suche
  • Karl

Die visuelle Suche / Visual Search

Können Suchmaschinen Bilder so wahrnehmen wie Menschen? Es vor vielen Jahren noch undenkbar. Suchmaschinen wie Google haben Bilder zwar wahrgenommen, konnten aber den abgebildeten Inhalt nicht erkennen oder einordnen. Durch die Visuelle Suche wurde die Suchlandschaft radikal verändert. Bei der Visual Search (visuellen suche) wird eine Suche durchgeführt, indem man anstelle von Text ein Bild einfügt. Der Algorithmus der Suchmaschine such dann nach möglichst übereinstimmenden Bildern. Dadurch lassen sich schneller Informationen oder ähnliche Bilder finden.

Wieso ist die visuelle Suche wichtig?

60,7 Millionen Menschen haben 2020 ein Smartphone benutze. Dabei ist das Smartphone beim alter von 14 bis 49 besonders beliebt. In dieser Zielgruppe besitzen 95% ein Smartphone. Dadurch zeichnet sich deutlich ein Trend zu visuellen Medien ab. Der Anteil der über 14-jährigen Nutzern, die ein Smartphone mindestens einmal im Monat nutzen, ist von 2019 bis 2020 auf 24 Prozent gestiegen. Die Gesamtnutzung von Smartphone nahm gleich Zeitung um elf Prozent zu. Dabei sind die Story-Formate ganz hoch im Trend. Was 2011 mit Snapchat begann, wurde nach nur kurzer Zeit bei Instagram, Facebook, Whatsapp zur beliebtesten Funktion. Daher kann man klar sagen, Bilder beim bei der Smartphonenutzung eine große Rolle spielen.

Das dies sich auf die online suche auswirkt, war vorauszusehen.

Schließlich ist es für Nutzer und Nutzerinnen sehr praktisch, wenn man z.B nach einem Outfit suchen möchte. So kann man ein Foto machen und die Suchmaschine sagt einem direkt, wo man es findet. Das funktioniert aber nicht nur mit Sachen, die man kaufen möchte. Es ist auch möglich, ein Foto von einem Auto oder einem Gebäude zu machen, um so Informationen zu erhalten

Wie funktioniert die Bildersuche?

Damit das die Bildersuche möglich wird, muss das System in der Lage sein, die gemachten Bilder zu analysieren und Rückschlusse zu ziehen. Das System muss wie ein Mensch genau erkennen, was ist auf dem Foto abgebildet. Es hört sich eigentlich leicht an, doch so ist es nicht. Dinge, die abfotografiert werden, erscheinen nicht immer klar und haben oft verschiedene Farben, Formen und Größen. Zusammengefasst funktioniert die visuelle, suche über eine künstliche Intelligenz. So kann das System mit der Menge der Daten dazulernen.

Die Möglichkeiten, die sich dabei ergeben, sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf klassische Suchmaschine. Dabei lässt es sich zwischen dem Eigenen und dem Fremden Kanälen unterscheiden.

Eigene Kanäle

Die visuelle Suche kann auf den eigenen Kanälen als Erweiterung der normalen Suchfunktion genutzt werden. Wenn Nutzer oder Nutzerin ein Produkt sehen, können sie ein Foto machen, das in die Mediathek hochladen und haben schon das richtige Ergebnis. Die Funktion lässt sich dabei sehr gut mit Shopping-Apps verknüpfen. Durch z.B die Zalando App kann man diese Funktion bereits nutzen. Dazu muss man leider sagen, dass die Funktion noch kleine Probleme aufweist. Es werde nicht immer die richtigen Artikel angezeigt wie abfotografiert. Es ist auch möglich, seine Privatenbilder in der Suche einzugeben und zuschauen, ob die Bilder auf Plattformen genutzt werden, die von einem nicht genehmigt wurden.

Fremde Kanäle

Durch fremde Kanäle kann man durch die visuelle Suche noch einfach Werbung direkt in ein Bild einbauen oder verlinken. Für die Social Media Nutzer ergeben sich ganz neue Möglichkeiten in Bezug auf Shoppable Content. Das beste Beispiel ist hierbei Instagram, wo die Buy Buttons zum Einsatz kommen. Die Buy Buttons bieten die Möglichkeit, direkt im Bild auf den Shop oder das Produkt zu verlinken. So wird es dem Kunden leichter gemacht zu einem Shop zubinden